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Ein Männchen des Gemeinen Bläulings mit
Flügelunterseiten der Männchen tragen ein
Die Weibchen des Gemeinen Bläulings haben
... wie hier aber seltener fast völlig blau gefärbt sind.
Die Flügelunterseiten der Weibchen sind
Eier des Gemeinen Bläulings. |
Gemeiner Bläuling, Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Der Gemeine Bläuling - auch Hauhechelbläuling genannt - gehört in die Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Man trifft ihn auf fast jeder blütenreichen Wiese an. Der Falter fliegt von April bis September. Bei warmer Witterung ist dieser Bläuling sehr aktiv und fliegt rasch zwischen Gräsern und Blumen hin und her, während er sich bei feuchtem, nassem Wetter an Gräsern ausruht. Zeitweilig finden sich gegen Abend größere Mengen an Faltern zu Schlafgemeinschaften ein. Die Raupen leben in Symbiose mit verschiedenen Ameisenarten. Die männlichen Falter sind oberseits strahlend blau mit einem sehr schmalen, schwarzen Rand und einheitlich weißem Fransensaum. Die Weibchen sind dagegen auf den Flügeloberseiten in der Grundfärbung dunkelbraun, manchmal mit schwachblauer Übergießung, selten auch ganz blau. Sie tragen dort orangefarbige Randflecke meist auf Vorder- und Hinterflügeln. Die Flügelunterseiten sind graubraun bei den Männchen, bei den Weibchen kaffeebraun. Die Ränder der Hinterflügel - meist auch der Vorderflügel - tragen orangefarbenen Randmonde und schwarze, weiß umrandete Punkte. Kennzeichnend ist ein zentraler, schwarzer Fleck auf der Hinterflügelunterseite mit herz- oder spießförmiger, weißer Umrandung bei beiden Geschlechtern.
Die Falter und deren Raupen kommen in trockenenem, nicht zu feuchtem, offenen bis halbschattigem, blumenreichem Gelände vor. Sie besiedeln vor allem mageres Grünland und Grünlandbrachen, wie Glatthaferwiesen, Feucht- und Flachmoorwiesen und Magerrasen sowie deren Brache- und Versaumungsstadien. Zudem ist er an Feld- und Wiesenrändern, auf Waldwegen sowie auf Ruderalflächen zu finden. In Oldenburg ist dieser Schmetterling vor allem im Bahndammgelände Krusenbusch recht häufig vertreten und gut zu beobachten. Die Falter fliegen in zwei Generationen von Ende Mai bis Mitte Juni sowie von August bis September - manchmal auch drei Generationen im Jahr. Die weißen Eier werden bevorzugt zwischen die Blüten der Futterpflanzen abgelegt. Die Raupen fressen am Tag an Blüten und Blättern. Sie verpuppen sich am Boden zwischen Pflanzenresten. Die Überwinterung erfolgt in einem beliebigen Raupenstadium.
Die Falter saugen an vielen Schmetterlingsblütlern (Fabaceae) vor allem an Gewöhnlichem Hornklee, Hopfenklee, Luzerne, Sichelklee und Weiß-Klee. Hinzu kommen Nicht-Fabaceen wie Feld-Thymian, Dost oder Blutweiderich.
Die Raupen ernähren sich ausschließlich von Schmetterlingsblütlern, insbesondere von Gewöhnlichem Hornklee, Hopfenklee, Luzerne, Sichelklee, Kriechendem und Dornigem Hauhechel sowie Weiß-Klee.
Zwar ist der Gemeine Bläuling noch fast überall gut vertreten, wirklich häufig ist er aber nirgends mehr. In flurbereinigten Gebieten mit intensiver Landwirtschaft ist die Art selten geworden oder fehlt bereits ganz. Zusammengestellt von Elke Freese, Mai 2009,
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