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Weibchen des Kleinen Kohlweißlings.
Ein Weibchen von unten.
Männchen des Kleinen Kohlweißlings.
Großer Kohlweißling mit markantem Spitzenfleck (oben). Kleiner Kohlweißling mit schwächer ausgeprägtem Spitzenfleck (unten).
Raupe mit deulicher gelber Rückenlinie.
Raupe seitlich. Zwischen den Atemöffnungen sind
Gürtelpuppe.
Frisch geschlüpfter Kleiner Kohlweißling. |
Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Entwicklung - 5. Lebensraum - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() In Deutschland sind drei Arten der Gattung Pieris beheimatet, die auch im Oldenburger Land vorkommen: Der Grünader-Weißling (Pieris napi), der Große Kohlweißling (P. brassicae) sowie der hier beschriebene Kleine Kohlweißling (Pieris rapae). Wie die deutschen Namenszusätze bereits andeuten, gehören alle Arten in die Familie der Weißlinge (Pieridae). Der Kleine Kohlweißling trägt an den Vorderflügelspitzen einen Spitzenfleck, der weniger markant ist als jener des Großen Kohlweißlings und maximal bis zur vierten Längsader reicht.
Die Weibchen haben stets zwei dunkle Flecken auf den Vorderflügeloberseiten. Die Männchen tragen meist nur einen kleinen schwarzen Punkt. Die Unterseiten der Hinterflügel beider Geschlechter sind gelblich weiß und ungezeichnet. Dies ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Grünader-Weißling (Pieris napi) (graugrün beschuppte Adern) und zum Weibchen des Aurorafalters (Anthocaris cardamines) (kontrastreich marmoriert). Kleiner und Großer Kohlweißling (P. rapae) sind sich jedoch zum Verwechseln ähnlich! Am leichtesten sind sie an der Ausprägung des Spitzenfleckes zu unterscheiden (s. Bild links). Außerdem ist der Kleine Kohlweißling, wie der Name schon andeutet, in der Regel deutlich kleiner. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es immer Ausnahmen gibt!
Der Kleine Kohlweißling fliegt jährlich in bis zu vier Generationen von April bis Anfang November. Die Weibchen legen die hell grünlichen Eier einzeln ab. Deshalb leben die Raupen auch stets einzeln. Sie führen eine viel verborgenere Lebensweise als jene des Großen Kohlweißlings. Sie fressen mehr an den innerern Kohlblättern und erweisen sich dadurch als viel schädlicher als die größeren Verwandten. Die grünen Raupen tragen seitlich zwischen den Atemöffnungen gelbe Punkte und einen deutlichen gelben Streifen auf dem Rücken (Unterschied zum Grünader-Weißling!). Die hell grünliche, dunkel gepunktete Puppe überwintert. Kleine Kohlweißlinge leben in offenem Gelände, vor allem in Gärten und Feldkulturen. Sie besiedeln aber auch Brachland, Wegränder und Böschungen. Die ursprünglichen Lebensräume dürften die die Spülsäume der Meeresküsten sein. Die Ausbreitung ins Landesinnere erfolgte über den Anbau des Gemüsekohls. Die Falter zeigen eine deutliche Vorliebe für violette Blüten. Die Raupen fressen an Kreuzblütlern wie Ackersenf (Sinapis arvensis), Hederich (Raphanus raphanistrum), Knoblauchrauke (Alliaria petiolata) und bevorzugt an Kohlarten (Brassica).
Der Kleine Kohlweißling ist nicht gefährdet. Zusammengestellt von Elke Freese, Mai 2010. |