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Das Waldbrettspiel mit zusammengeklappten Flügeln.
Auf einem Blatt ruht es sich gut.
Fallobst ist eine beliebte Nahrungsquelle im Spätsommer und Herbst.
Ob da wohl was zu machen ist?
Das Waldbrettspiel saugt gerne an feuchter Erde. |
Waldbrettspiel (Pararge aegeria)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Das Waldbrettspiel gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Es zählt zur Gruppe der Augenfalter. Der in unseren Breiten häufige und ausschließlich tagsüber fliegende Falter kommt in zwei Unterarten vor: Als Pararge aegaria aegaria (Südeuropa) mit orangebrauner Flügelfleckung der Oberseite und Pararge aegaria tircis (Mitteleuropa) mit deutlich helleren Flecken. Der weitere deutsche Name »Laubfalter« deutet auf das Ruheverhalten der Männchen in den Flugpausen auf Laubblättern hin, um ihr Revier zu beobachten. Typisch sind die tänzelnden »Luftkämpfe« mit vorbei fliegenden Konkurrenten. Die grünen Raupen sind relativ schlank. Ihr Rücken ist durch einen dunklen, hell eingefassten Streifen gekennzeichnet. Die Raupenhaare sind ziemlich kurz. Der in Mitteleuropa vorkommende dunkelbraune Falter besitzt auf den Flügeloberseiten helle Flecken. Die Vorderflügel tragen einen gelb gefassten Augenfleck, die Hinterflügel drei bis vier ebensolche Flecken. An den Flügelenden ist eine schmale, helle und durchbrochene Bandzeichnung vorhanden. Die Unterseite der Flügel ist eher unscheinbar und in der Regel sind die Hinterflügel violett gerandet. Die Raupen werden bis 27 Millimeter lang. Die Flügelspannweiten der Falters liegt zwischen 32 und 42 Millimetern. Das Waldbrettspiel liebt lichte Lebensräume in lockeren Laub- und Mischwäldern sowie Waldränder. In schattigen Gärten und an Wegrändern kann es ebenfalls beobachtet werden.
Die Falter sind eher selten beim Blütenbesuch zu beobachten. Sie saugen gerne an auslaufenden Baumsäften, gelegentlich an faulendem Obst oder an feuchten Bodenstellen. Das Waldbrettspiel ist in ganz Europa mit Ausnahme der nördlichsten Breitengrade bis nach Mittelasien hinein und in Nordafrika beheimatet. Im Bergland oberhalb der Waldgrenze kommt er nicht vor. Eine Bestandsgefährdung lässt sich Mitteleuropa derzeit nicht feststellen. In Deutschland unterliegt das Waldbrettspiel keinem besonderen Schutz. Zusammengestellt von Henning Cordsen, August 2009 |