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Die Oberseite der männlichen Falter ist
Männchen des Hochmoor-Bläulings.
Weibchen des Hochmoor-Bläulings.
Hochmoor-Bläulinge bei der Paarung. |
Hochmoor-Bläuling (Vacciniia optilete)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Der Hochmoor-Bläuling wird auch als Moor-Heidelbeeren-Bläuling bezeichnet. Dieser Schmetterlinge dürfte wohl einer der seltensten Vertreter der Bläulinge (Lycaenidae) in Deutschland sein. Wie der Name schon sagt, ist er auf das Vorhandensein von Hochmooren angewiesen. Das Männchen ist auf der Flügeloberseite violettblau gefärbt, das Weibchen dunkelbraun. Die Unterseite der Flügel ist graubraun und mit dunklen Flecken besetzt. Auf der Unterseite des Hinterflügels befindet sich ein großer, auffälliger, orange abgesetzter Randfleck mit metallisch blauem Kern, welcher ein unverwechselbares Erkennungsmerkmal darstellt. Das Ei ist weißlich und hat eine feinwabige Struktur und eine undeutliche Vertiefung am Pol. Die Raupe ist grün und trägt gelbe Seitenstreifen. Die Falter erreichen etwa 25 mm Flügelspannweite. Die tyrphobionte Schmetterlingsart ist eng an Hochmoore gebunden. Sie lebt in naturnahen Hochmooren und Lichtungen in der bewaldeten Moorrandzone und meidet große, baumfreie Flächen. In der Literatur wird die starke Abhängigkeit von mikroklimatischen Bedingungen hingewiesen und die Bevorzugung windgeschützter Torfmoosschwingrasen an den Hochmoorrändern als bevorzugte Falterlebensräume genannt. Der Hochmoor-Bläuling ist einbrütig und fliegt meist in der Zeit um Ende Juni bis Anfang Juli. Hierbei kann es aber witterungsbedingt zu Verschiebungen kommen. Die Flugzeit ist ausgesprochen kurz. Die Eier werden an Blätter verschiedener Heidekrautgewächse gelegt, die als Raupennahrung dienen (s. u.). Die Eiruhe beträgt nur ein paar Tage, dann schlüpft bereits die Raupe. Die Jungraupe überwintert und verpuppt sich im nächsten Jahr etwa im Juni. Kurz darauf schlüpfen die Schmetterlinge der neuen Generation. Die Falter saugen Wasser an feuchten Torfmoosen, an Tierkot und an Blüten von Glocken-Heide und Moosbeere. Folgende Pflanzenarten werden als Raupenfraßpflanzen genannt: Oxycoccus palustris (Moosbeere), Vaccinium uliginosum (Rauschbeere), Andromeda poliifolia (Rosmarinheide), Vaccinium vitis-ideae (Preiselbeere), Vaccinium myrtillus (Heidelbeere), Erica tetralix (Glocken-Heide) und Empetrum nigrum (Krähenbeere). Der Schmetterling ist in ganz Mitteleuropa ostwärts durch die gemäßigte Zone Asiens bis Japan verbreitet. In Nordeuropa kommt er in Fennoskandien bis zum Nordkap, im Süden Europas bis zu den Westalpen vor. Ferner ist er im nordwestlichen Nordamerika beheimatet. In Niedersachsen kommt der Hochmoor-Bläuling nur noch sehr lokal in den Moorgebieten der Tiefebene vor. Die Art ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt und ist auf der Roten Liste BRD als stark gefährdet eingestuft. In Niedersachsen ist die Art sogar vom Aussterben bedroht. Zusammengestellt von Elke Freese,
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