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Der Grüne Zipfelfalter.
Der Grüne Zipfelfalter mit angedeuteter Binde aus feinen weißen Strichen.
Paarung. Männchen (oben) und Weibchen (unten) sind in der Grüntönung etwas verschieden.
Ein Weibchen. |
Grüner Zipfelfalter (Callophrys rubi)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi) - auch als Brombeerzipfelfalter bezeichnet - ist der einzige heimische Tagfalter mit grünen Flügelunterseiten. Der Schmetterling gehört zur Familie der Bläulinge (Lycaenidae) innerhalb derer er zur Gruppe der »Zipfelfalter« gestellt wird. Die Falter tragen an den Hinterflügeln nur angedeutete Zipfel. Die Flügeloberseiten sind einheitlich schwarzbraun. Die Flügelunterseiten sind dagegen leuchtend hellgrün gefärbt. Auf den Hinterflügeln ist jeweils eine Binde aus feinen, weißen Strichen angedeutet, die zuweilen auch fehlen kann.
Die Schmetterlinge besiedeln sehr unterschiedliche Lebensräume. Sie sind an Wäldrändern, verbuschten Trockenrasen und in alpinen Zwergstrauchheiden ebenso zu finden wie am Rand von Mooren. In Laub- und Nadelwäldern sind die Falter oft an sonnigen Waldwegen und -rändern, auf Lichtungen und an Säumen sowie auf angrenzenden Wiesen und Gebüschen zu beobachten. Man findet sie auch in Sand- und Kiesgruben, wo Ginsterbüsche wachsen und in Wacholderheiden. Neben trockeneren Lebensräumen besiedeln die Schmetterlinge auch Feuchtbiotope wie Sümpfe, Nieder- und Zwischenmoore und verheidete Hochmoore. Der Grüne Zipfelfalter überwintert im Puppenstadium. Die Falter erscheinen bereits zeitig im Frühjahr. Die Weibchen legen die Eier auf der Fraßpflanze an Blütenknospen oder in deren Nähe ab. Die jungen Raupen befressen fast ausnahmslos die Blüten und unreife Früchte. Die Verpuppung erfolgt in Bodennähe. Zuweilen schlüpfen noch im Hochsommer Falter einer zweiten Generation.
Die Falternahrung ist noch unzureichend bekannt. Genannt werden vor allem Schmetterlingsblütler (Fabacae) wie Besenginster, Färberginster oder Futter-Esparsette.
Der Schmetterling gilt in Deutschland und in Niedersachsen als nicht gefährdet. Er ist jedoch nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. In manchen Gebieten zeichnet sich eine rückläufige Tendenz der Bestandsentwicklung ab. Zusammengestellt von Elke Freese |