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Der Heideland-Tagspanner (Ematurga atomaria), ein Weibchen mit fadenförmigen Fühlern.
Weibchen (oben) und Männchen (unten) bei der Paarung. |
Heideland-Tagspanner (Ematurga atomaria)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Der Heideland-Tagspanner (Ematurga atomaria) - oft auch als Heidespanner bezeichnet - gehört zur Familie der Spanner (Geometridae). Wie sein deutscher Name schon sagt, lebt dieser Schmetterling in Heidegebieten. Die tagaktiven Nachtfalter sind bei warmem Wetter recht aktiv und meist recht fluglustig. Bei dieser Schmetterlingsart sind die beiden Gechlechter deutlich verschieden. Die männlichen Falter besitzen doppelt gekämmte Fühler und eine hell gelbbraune Flügelgrundfärbung. Die Weibchen dagegen haben fadenförmige Fühler. Die Grundfärbung ihrer Flügel ist weißlich. Beide Geschlechter verfügen auf den Flügeloberseiten über variable, braune Querbinden und zahlreiche, ebensfalls sehr variable, feine Querstrichel. Die Färbung der Raupen reicht von grün bis graubraun. Sie besitzen oft eine helle Rückenzeichnung aus feinen weißen Linien sowie dunkle, unterbrochene Seitenstreifen. Die Falter erreichen Flügelspannweiten zwischen 22 und 30 Millimetern. Die Raupen werden bis zu 30 Millimeter lang. Die Schmetterlinge sind in Heidegebieten und auf Magerrasen mit Vorkommen ihrer Nahrungspflanzen heimisch. Sie besiedeln außerdem verheidete Moorbereiche. In ihren Lebensräumen sind sie vielerorts recht häufig anzutreffen und fliegen beim Durchstreifen der Vegetation auf. In wärmebegünstigten Lagen fliegen die Falter oft in zwei Generationen im Jahr. Die zweite ist oft unvollständig. Bei ungünstigen Verhältnissen bilden sie nur eine Generation aus. Die Verpuppung erfolgt im Boden. Das Überwinterungsstadium ist die Puppe. Die Raupe frisst außer an den Blättern der namengebenden Heidekrautgewächse wie Besenheide oder Glockenheide auch an verschiedenen Kleearten wie Ginster und anderen Schmetterlingsblütlern. Weitere Nahrungspflanzen wie der Gagelstrauch und die Flockenblume werden in der Literatur genannt. Die Falter nutzen eine Vielzahl an Necktarpflanzen wie zum Beispiel Schlangenknöterich, Brombeere, Echte Waldrebe, Habichtskräuter oder Löwenzahn. Der Heideland-Tagspanner ist von der Iberischen Halbinsel durch West,- Mittel- und Osteuropa bis zum Ural verbreitet. Im Süden reicht sein Areal durch den nördlichen Mittelmeerraum bis zum Schwarzen Meer. Der Heideland-Tagspanner gilt derzeit als nicht gefährdet. Zusammengestellt von Elke Freese Mai 2009 |