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Nur selten zu beobachten - ein Falter des Mittleren Weinschwärmers.
Bei Störung zieht die Raupe ihre Kopfkapsel zurück, so dass ihre bedrohlich wirkenden Scheinaugen deutlich sichtbar werden.
Farbenspiele in Kinderhänden - so unterschiedlich gefärbt sind die Raupen des Mittleren Weinschwärmers. |
Mittlerer Weinschwärmer (Deilephila elpenor)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) ist ein häufiger Schwärmer (Sphingidae) in Mitteleuropa. Die Falter fliegen erst nach Einbruch der Dunkelheit und sind daher seltener zu beobachten als die auffälligen Raupen, die auch tagsüber auf Nahrungssuche gehen. Die Vorderflügel sind oberseits olivgrün und tragen zwei blasslila gefärbte Bänder und einen pinkfarbenen Flügelsaum. Die Hinterflügel sind oben schwarz und nach unten pink gefärbt. Der Hinterleib ist olivgrün mit pinkfarbenem Mittelstreifen. Die Raupen werden bis zu 80 Millimeter lang. Die Falter erreichen Flügelspannweiten zwischen 45 und 60 Millimetern. Der Mittlere Weinschwärmer lebt in Auwäldern, auf Waldlichtungen, an Gewässerufern - häufig auch in Gärten und Parkanlagen. Er bevorzugt luftfeuchte Bedingungen. Die Flugzeit des Falters liegt zwischen Mitte Mai bis Mitte August. Zu den Futterplanzen der Raupen gehören das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera), das Kleine Springkraut (Impatiens parviflora), Labkräuter (Galium), Weidenröschen (z.B. Epilobium hirsutum, E. angustifolium), Nachtkerzen (Oenothera), in Gärten auch Fuchsien oder Weinrebe. Der Mittlere Weinschwärmer ist in Mitteleuropa fast überall ziemlich häufig.
In Oldenburg ist er regelmäßig an etwas luftfeuchten Stellen, auch im Siedlungsbereich zu finden. Der Nachtfalter ist in Niedersachsen derzeit nicht gefährdet. Zusammengestellt von Elisabeth Woesner, Oktober 2009 |