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Die Hinterflügel des Schönbären sind leuchtend rot gefärbt.
Eine Raupe des Schönbären. |
Schönbär (Callimorpha dominula)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Dieser attraktive Falter ist Schmetterling des Jahres 2010 und gehört zur Familie der Bärenspinner (Arctiidae). Er kommt jährlich in einer Generation von Mitte Juni bis Mitte August vor. Er ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, fliegt jedoch auch tagsüber. Der Schönbär faltet seine Vorderflügel in Ruhehaltung über die Hinterflügel. Nur bei drohender Gefahr und im Flug zeigt er seine gesamte leuchtende Färbung. Beobachtungsmöglichkeiten ergeben sich, wenn der Falter Blüten besucht. Bei flüchtiger Beobachtung besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Russischen Bären (Callimorpha quadripunctaria). Die junge helle Raupe wechselt ihr Aussehen binnen weniger Tage und trägt dann neben der schwarzen Grundfärbung seitliche Binden aus gelben Flecken, die durch kleine weiße Punkte voneinander abgesetzt sind. Die Raupen sind locker behaart. Die Raupen erreichen bis zu 40 Millimeter Länge. Die Flügelspannweiten der Falter liegen zwischen 40 und 50 Millimetern. Der überwiegend einzeln vorkommende Schönbär bevorzugt niedrigkrautige Lichtungsbereiche in etwas feuchten, kühlen Wäldern, wei beispielsweise Wege, Schneisen, Waldwiesen, Wasserläufe, lockere Altholzbestände (Beobachtungen auch im Erlenbewuchs).
Große Brennnessel, Heidelbeere, Kohldistel, auch Jungpflanzen bzw. -triebe von Himbeere, Haselnuss, Salweide, Heckenkirsche auch in Aufforstungsflächen. Die Art kommt in lichten Wäldern des zentraleuropäischen Festlandes und des nördlichen Mittelmeerraumes vor. Sie ist in Süddeutschland häufig, im Norden dagegen selten anzutreffen. Bundesweit ist die Art derzeit nicht gefährdet; durch das Mähen in den bevorzugten Lebensräumen des Schönbären ist jedoch ein Rückgang zu beobachten. In Niedersachsen gilt die Art als gefährdet (RL 3). Zusammengestellt von Henning Cordsen, 2009. |