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Der Aurorafalter. Nur die Männchen
Die Knoblauchrauke, eine der wichtigsten Raupenahrungspflanzen.
Das Wiesen-Schaumkraut, namengebende Nahrungspflanze.
Männchen mit zusammengeklappten Flügeln.
Der Aurorafalter, hier ein Weibchen
Das frisch gelegte Ei eines Aurorafalters an der Unterseite eines Blütenstandes der Knoblauchrauke (Pfeil) - noch weiß gefärbt.
Das gleiche Ei fünf Tage später - jetzt rot gefärbt.
Junge Raupe des Aurorafalters
Erwachsene Raupe des Aurorafalters
Gürtelpuppe des Aurofalters. |
Aurorafalter (Anthocharis cardamines)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) gehört zu den Weißlingen (Pieridae). Er ist eine Frühlingsart, wobei sein Erscheinen deutlich von der Gunst des Jahres abhängt. Während die Falter bei günstigen Bedingungen bereits ab März erscheinen, können sie bei ungünstigen Temperaturen noch bis in den Juli hinein angetroffen werden. Die Vorderflügel der Falter tragen oberseits eine schwarze Spitze und etwa in der Mittte einen kurzen schwarzen Strich. Bei den Männchen ist die gesamte Spitze orangefarben. Sie sind daher unverwechselbar. Bei beiden Geschlechtern ist die Unterseite der Hinterflügel grünlich marmoriert, was ihnen bei zusammengeklappten Flügeln eine gute Tarnung verleiht. Die Weibchen können mit verschiedenen anderen Schmetterlingen wie Großer
und Kleiner Kohlweißling, Grünader-Weißling, Zitronenfalterweibchen, Weißklee-Gelbling oder Tintenfleck-Weißling verwechselt werden. Die Falter erreichen Flügelspannweiten zwischen 35 und 45 Millimeter. Die Raupen werden bis zu 30 Millimeter lang. Aurorafalter sind am häufigsten auf Feuchtwiesen anzutreffen. Daneben fliegen sie auch in Auwäldern, Nadel-, Laub- und Mischwäldern, aber auch in waldnahen Bereichen wie Hecken, Böschungen, Wald- und Wegrändern sind sie anzutreffen. Man findet sie auch in trockeneren Biotopen wie Wacholderheiden und Magerrasen.
Die Nahrung der Raupen umfasst das Wiesenschaumkraut, die Knoblauchrauke, den Ackersenf, den Ackerkohl, die Pfeilkresse, die Gewöhliche Nachtviole, die Wasserkresse, die Rauhe Gänsekresse, das Barbarakraut und etliche weitere Kreuzblütler. Für die Falter sind das Wiesen-Schaumkraut, die Knoblauchrauke, die Behaarte Gänsekresse und das Garten-Silberblatt wichtige Nektarquellen. Die Gesamtverbreitung des Aurorafalters umfasst Europa mit Ausnahme des Südens der Iberischen Halbinsel, einiger Mittelmeerinseln und des nördlichsten Teiles Fennoskandiens; ferner besiedelt er die gemäßigte Zone Asiens bis nach China. Der Schmetterling ist in Niedersachsen weit verbreitet und häufig. Bisher ist der Aurorafalter noch nicht gefährdet, er wird in letzter Zeit aber immer seltener. Vermutlich hängt dies mit der vielerorts zu beobachtenden Trockenlegung, Mahd und Überdüngung der von ihm bevorzugten feuchten Standorte zusammen. Zusammengestellt von Elke Freese 2009. |