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Weibchen des Nagelflecks.
Ein Pärchen des Nagelflecks (Aglia tau).
Im Buchenlaub des Frühlingswaldes nur schwer zu entdecken - links das Männchen mit gefächerten Fühlern, rechts das deutlich größere Weibchen.
Weibchen des Nagelflecks nach der Eiablage.
Das Ei des Nagelflecks misst etwas mehr als 2 Millimeter.
Junge Raupe noch mit gegabelten Fortsätzen.
Jungraupen des Nagelflecks an einem Buchenblatt.
Ältere Raupe.
Ältere Raupe.
Eine Puppe. |
Nagelfleck (Aglia tau)
1. Allgemeines - 2. Kennzeichen - 3. Größe - 4. Lebensraum - 5. Entwicklung - 6. Futterpflanzen - 7. Verbreitung - 8. Gefährdung und Schutz ![]() Der Nagelfleck (Aglia tau) gehört zur Familie der Pfauenspinner (Saturniidae). Die Flugzeit dieses Falters fällt in der Regel mit dem Laubaustrieb der Buche zusammen. Während die Männchen fast ausschließlich tagsüber im Zickzackflug dicht über dem Boden der Buchenwälder sausen, sind die Weibchen vorwiegend nachtaktiv, fliegen aber zuweilen auch in der Dämmerung. Die Flügel der Falter sind ockergelb bis dunkelbraun, manchmal auch fast schwarz. Sie tragen jeweils oberseits einen schwarzen, blau gekernten Augenfleck, der in der Mitte eine weiße, nagel- oder T-förmige Zeichung (»Nagelfleck«) trägt sowie eine dunkle Saumbinde nahe der Frügelhinterränder. Unterseits sind die Flügel schlichter gezeichnet, wobei aber der »Nagelfleck« auch hier deutlich hervortritt. Die Falter erreichen Flügelspannweiten zwischen 55 und 85 Millimetern. Die Raupen werden bis zu 50 Millimeter lang. Der Nagelfleck lebt vor allem in Laubwäldern feuchter bis trockener Standorte mit einem nennenswerten Buchenanteil. In der norddeutschen Tiefebene findet man ihn in Eichen-Ulmen-Auenwäldern vor allem aber in Eichen-Hainbuchenwäldern jeweils mit Rotbuchen- und Hainbuchenanteilen. Die Weibchen des Nagelflecks senden Duftstoffe aus, die von den Männchen über weite Entfernungen wahrgenommen werden können. Auf ihrer Suche nach paarungswilligen Weibchen fliegen sie dicht über den Waldboden. Die Weibchen legen die rotbraunenen, flachovalen Eier einzeln oder in kleinen Gruppen an Zweigen ab. Nach dem Schlüpfen suchen die Raupen zunächst einen geeigneten Ruheplatz an der Unterseite eines Blattes. Dort stellen sie ein feines Gespinst her. Zu diesem kehren sie später in Fresspausen immer wieder zurück. Die Verpuppung erfolgt am Boden in der Streuschicht oder im Moos in einem lockeren, netzartigen Kokon. Die Puppe überwintert. Die Falter nehmen keine Nahrung auf. Die Raupen fressen vorzugsweise an Buchenblättern, daneben auch an Salweide, Stieleiche, Hängebirke und weiteren Laubgehölzen. Die Buche scheint aber als Nahrungspflanze mit Abstand die größte Bedeutung zu haben. Die Schmetterlingsart ist vom Norden Spaniens über Europa, mit Ausnahme des hohen Nordens, durch die gemäßigte Zone bis nach Ostasien verbreitet und ist auch im Tiefland im Allgemeinen nicht selten. Der Nagelfleck ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. Der Nagelfleck ist in Niedersachsen nicht gefährdet. Wegen der Isolierung und Artenarmmut der wenigen Buchenstandorte im Flachland sollte er hier jedoch als schutzbedürftige Art gelten. Zusammengestellt von Elke Freese, April 2009 |